Wie kann man sich für von Rassismus betroffene Jugendliche einsetzen? Allyship ist keine reine Einstellungssache, sondern eine Praxis, die es stets weiterzuentwickeln gilt. Wer sich aktiv engagieren möchte, braucht die Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten.
Wie häufig und in welchen Momenten betroffene Personen Alltagsdiskriminierung erleben, bemerkt man als Nichtbetroffene*r häufig gar nicht. Nun gibt es viele Möglichkeiten, nach außen zu zeigen, dass Rassismus keinen Platz in der eigenen Einrichtung bzw. beim eigenen Träger hat. Doch wie sieht es in der alltäglichen Praxis aus? Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende der Kinder- und Jugendarbeit arbeiten mit einer heterogenen Zielgruppe, in der unterschiedliche Erfahrungen mit Rassismus aufeinandertreffen. Was bedeutet es, als „Ally“ zu agieren und die eigene Einrichtung als geschützten Ort zu gestalten?
Allyship bedeutet nicht, andere zu belehren – insbesondere nicht diejenigen, die von Diskriminierung und Gewalt betroffen sind. Allyship bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und die Bereitschaft mitzubringen, an sich selbst zu arbeiten. Genau darum soll es in dieser Veranstaltung gehen.
Zu Beginn wird ein kurzer Blick auf wesentliche Begrifflichkeiten geworfen, wie BIPOC (Black, Indigenous and People of Color: Menschen, die nicht weiß sind oder sich nicht als weiß bezeichnen), struktureller Rassismus und Alltagsrassismus. Im Anschluss wird es darum gehen, sich selbst kritisch zu hinterfragen und einen Blick auf die eigene Position zu werfen: Oft sind uns verinnerlichte Stereotype sowie die eigene privilegierte Position, v. a. als weiße Person, nicht bewusst.
Anhand von Situationen aus der Praxis klären wir anschließend, wie solidarisches Verhalten aussehen kann, ohne eine Retter*innenposition einzunehmen. Außerdem soll es darum gehen, wie wir uns als Ally in der eigenen Einrichtung gegen Rassismus positionieren können. Das Mitbringen von konkreten Fallbeispielen ist erwünscht!
Abgerundet wird die Veranstaltung durch die Vorstellung der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit der Fach- und Beratungsstelle mobirex, die Einrichtungen darin unterstützt, nachhaltige Handlungssicherheit zu entwickeln.
Wer BIPOC unterstützen möchte, ohne ihnen dabei die Bühne zu nehmen, ist bei dieser Veranstaltung richtig.
Kooperation Die Fachstelle mobirex wird finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat, und gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“
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Juleica
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INFO
Fachliche Auskünfte
Sophia Marquardt Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Organisatorische Auskünfte
Samantha Morgenstern & Larissa Ehscheidt
Verwaltung Telefon: 0711 896915-50 Mo-Fr 09:00 bis 12:00
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