Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit

In Sachen Inklusion gibt es viel zu tun, auf unterschiedlichen Ebenen und in unterschiedlichen Handlungsfeldern. Das greift die modular aufgebaute Qualifizierungsreihe auf: vom Einblick in einzelne Themen bis hin zum Zertifikat für Inklusions­prozess­begleiter*innen.

„Offen für Alle“ zu sein ist Grundverständnis der Kinder- und Jugendarbeit. Das prädestiniert sie für inklusives Arbeiten. Trotzdem finden junge Menschen mit Behinderung ihren Weg in die Kinder- und Jugendarbeit häufig über glückliche Zufälle und persönliche Beziehungen. Die modular aufgebaute Qualifizierungsreihe möchte Wissen und Handwerkszeug für eine proaktive inklusive Öffnung der Kinder- und Jugendarbeit jenseits von Zufall und Beziehungen vermitteln.

Mit der Reform des SGB VIII gibt es hierfür im § 11 eine neue rechtliche Rahmung und einen sehr konkreten Auftrag in Bezug auf die Ausgestaltung der KJA: „Dabei sollen die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der Angebote für junge Menschen mit Behinderungen sichergestellt werden.“

Die Kinder- und Jugendarbeit aktiv inklusiv öffnen! 

Für die Teilnehmenden bietet die Qualifizierungsreihe viele individuelle Möglichkeiten: vom Erwerb von Basiswissen, über die Vertiefung einzelner Themen, bis zum Zertifikat „Prozessbegleitung und Moderation Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit“.

Um die Teilnahme niedrigschwellig und bedarfsorientiert zu ermöglichen, werden einzelne Module online angeboten. Und da Inklusion auch immer Ressourcen benötigt, bieten wir am 7.10.2026 ein zweistündiges Extramodul zum Thema „Die bunte Welt der Fördertöpfe“ online an.

Infoflyer zur Reihe als pdf

Basismodul Inklusion

Die Grundlagen erwerben die Teilnehmenden durch Videos von Prof. Dr. Thomas Meyer, die im Selbststudium erarbeitet werden sowie einen Grundlagentag in Präsenz.

Das Basismodul „Inklusion– eine Frage der Haltung!“ findet am 14.04.2025 in Biberach an der Riß.

Praxiswissen und Kompetenz

Praxiswissen und Kompetenzen werden erweitert und zertifiziert, indem sich die Teilnehmenden aus verschiedenen Wahlmodulen drei Themen aussuchen.

Wahlmodule 2026:

Präsenz Module an 2 hintereinanderliegenden Tagen können auch mit Übernachtung gebucht werden. Den Übernachtungswunsch bitte im Buchungsformular im Bemerkungsfeld angeben.

Wahlmodule 2027

Folgen in Kürze.

Veranstaltungen anderer Anbieter, die als Wahlmodule angerechnet werden können:

Fachtagung „Inklusion in der Naturpädagogik“ 
12.-13. März 2026 von Do 17.30 bis Fr 17.00 Uhr 
Veranstalter: Stiftung WaldHaus Freiburg, Wonnhaldestr. 6, 79100 Freiburg 
Hier geht es zu Programm und Anmeldung 

Weitere Informationen

Aufbaukurs Prozessbegleitung und Moderation Inklusion

Der nächste sechstägige Kurs „Prozessbegleitung und Moderation Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit“ wird 2027 angeboten. Er vermittelt den Teilnehmenden das grundlegende systemische Handwerkszeug und die Beratungs­kompetenzen, die zum Anstoßen und Begleiten­ inklusiver Öffnungs­prozesse wichtig sind. So sind sie über das Anstoßen eigener inklusiver Öffnungsprozesse hinaus auch in die Lage, andere Teams in ihrer inklusiven Öffnung zu begleiten und zu beraten.

Der Aufbaukurs findet in drei Blöcken à zwei Tagen statt.

Flyer zum Aufbaukurs herunterladen (PDF)

Inhalte

Block 1: Prozesse initiieren
  • Inklusive Öffnung als Prozess verstehen
  • Inklusion aus systemischer Perspektive
  • Rolle und Haltung der Prozessbegleitung
  • Prozessbegleitung anlegen und beginnen
  • Methoden für Auftragsklärung und Joining
  • Umgang mit unterschiedlichen Aufträgen: eigene­, gesellschaftliche und Aufträge der am Prozess beteiligten­ Organisationen
Block 2: Prozesse begleiten
  • Spezifika von Prozessen inklusiver Öffnung
  • Zielgespräche führen
  • Veränderungsprozesse und ihre Dynamiken verstehen­ und begleiten
  • Umgang mit Widerständen und Unterschiedlichkeiten
  • Methodenrepertoire für die Gestaltung von Prozessen­ im eigenen Umfeld und die Beratung externer­ Organisationen­
  • Steuerungsstrukturen
Block 3: Prozesse reflektieren
  • Reflexion der eigenen professionellen Verortung (Begleitung­, Beratung, Supervision)
  • Feedbackmethoden
  • Nachhaltigkeit und Evaluation von Prozessbegleitungen
  • Gemeinsame Reflexion der Praxisprojekte der Teilnehmenden­
  • Gelingender Abschluss einer Prozessbegleitung

Im Rahmen der sechs Tage wird ein eigener (begonnener­) Prozess dokumentiert und mit den anderen­ Teilnehmenden reflektiert. Zur vertiefenden Reflektion der eigenen Praxis gibt es die Möglichkeit von zwei digitalen Gruppen­supervisionen zwischen den Modulen. Im Anschluss erhalten die Teilnehmenden das Zertifikat „Prozessbegleitung und Moderation Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit“.

Referent*innen

Referentin im Aufbaukurs ist Prof.in Dr. Sandra Fietkau, Professorin für Inklusive Pädagogik und Heilpäda­gogik der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg sowie Supervisorin (DGSv) und Moderatorin für Persönliche Zukunftsplanung.

Die Gruppensupervision ist ein optionales Angebot der Projektfachstelle Inklusion. Sie wird durchgeführt von Anne Stelzel, Medienkulturwissenschaft und Psychologie (M.A.), systemische Coach, Supervisorin sowie Mareike Auch, Kindheits- und Sozialpädagogin, Systemische Beraterin.

Die fachliche Begleitung des Kurses erfolgt durch die Projektfachstelle Inklusion und die Akademie der Jugend­arbeit: Anne Stelzel und Sabine Röck Dipl. Päd. und systemische Coach.

 

Die Projektfachstelle Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit hat gemeinsam mit der Akademie der Jugendarbeit die modular aufgebaute Qualifizierungsreihe „Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit“ entwickelt.

In Kooperation mit AGJF und Landesjugendring BW.

            

 


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INFO

HP Sabine2019

Fachliche Auskünfte

Sabine Röck
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Organisatorische Auskünfte

Samantha Morgenstern & Larissa Ehscheidt

Verwaltung
Telefon: 0711 896915-50
Mo-Fr 09:00 bis 12:00

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